Ergebnisse der Testwahl „Vorsitzwahl2016“

Ergebnisse der Testwahl „Vorsitzwahl2016“

Ergebnisse der Testwahl „Vorsitzwahl2016“

Christian Kern hat die Wahl klar gewonnen

Wenn einige FunktionärInnen in einem Hinterzimmer eine Person für den Parteivorsitzenden nominieren, kann es gut gehen oder in einem Debakel enden. Viel weniger Risiko, und viel mehr Chancen bringt die Direktwahl des Parteivorsitzenden durch die Mitglieder. Das fordert die Sektion 8 seit Jahren. Mit der Initiative “Vorsitzwahl2016” hat die Sektion 8 Parteidemokratie erlebbar gemacht.

Am 27. April hat die Sektion 8 die Initiative „Vorsitzwahl2016“ gestartet. Viele Menschen innerhalb und außerhalb der SPÖ begrüßten diese Kampagne. Ausschlaggebend für diese Zustimmung war wohl auch die Unzufriedenheit vieler mit Werner Faymann. Viel schneller als erwartet zog sich Faymann von allen seinen Ämtern zurück und sein Nachfolger stand bereits vor der Tür. Mit Christian Kern, der auch einer der KandidatInnen bei der Sektion Acht Testwahl war, kam eine Person, die positiv überraschte. Trotz dieser geänderten Umstände fand die Testwahl mit Beteiligung zahlreicher Mitglieder statt.

Themensetzung durch Direktwahlen

Direktwahlen helfen Parteien dabei, eigenständige Themen zu setzen. „Die Erfahrungen in den Schwesterparteien in ganz Europa haben gezeigt, dass durch interne Wahlen wesentlich profunder und breiter diskutiert wird, als im jetzigen „friss oder stirb”-Modell. Schließlich muss jede Person erklären, warum ihre Ideen die besten sind. Gefreut hat es uns besonders, dass Sektionen und Organisationen aus den Bundesländern mitgemacht haben”, eklärt Eva Maltschnig, Vorsitzende der Sektion 8.

Christian Kern punktet sowohl bei Mitgliedern als auch bei SympathisantInnen

„Wir haben die Wahlen in zwei Phasen geteilt. Im ersten Teil haben SPÖ-Mitglieder ihre Stimmen in Wahlversammlungen abgegeben. In der zweiten Phase haben wir nach italienischem Vorbild auch die SympathisantInnen eingeladen an der Wahl teilzunehmen, das war per Online-Wahl möglich“, so Eva Maltschnig über den Vorgang.

Insgesamt haben 566 Personen an die Wahl teilgenommen, davon 466 Mitglieder.

So sieht das Ergebnis der Vorsitzwahl2016 aus:

Gesamtergebnis Mitglieder:

  • Christian Kern: 57%
  • Brigitte Ederer: 13 %
  • Andreas Babler: 11%
  • Sonja Wehsely: 9%
  • Peter Kaiser: 4%
  • Andere: 6%

Gesamtergebnis Mitglieder und Nichtmitglieder:

  • Christian Kern 55%
  • Andreas Babler 13%
  • Brigitte Ederer 12%
  • Sonja Wehsely 9%
  • Peter Kaiser 4%
  • Andere: 8%

Die häufigsten zusätzlich genannten KandidatInnen waren Gerhard Zeiler, Josef Weidenholzer und Hans-Peter Doskozil.

„Der neue Schwung in der SPÖ ist ermutigend. Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das nordkoreanisch anmutende Statut in Richtung Mitglieder-Mitbestimmung zu ändern”, verlangt Eva Maltschnig. „Nur so können wir auf längere Sicht garantieren, dass aus der jetzigen SPÖ eine echte Mitmach-Partei wird“.

Stimmen aus den Bundesländern

Aus dem Bezirk Ried haben sich einige Ortsorganisationen beteiligt, Bezirksvorsitzender Fabian Grabner sagt über “Vorsitzwahl2016”: “Die SPÖ Spitze braucht sich vor einer Wahl durch alle Mitglieder nicht scheuen! Die Mitglieder begrüßten die verschiedenen Wahlmöglichkeiten und nutzten auch die Gelegenheit, verschiedene inhaltliche Ausrichtungen innerhalb der SPÖ zu diskutieren. Die Sektion 8 hat bewiesen, dass ohne viel Aufwand eine österreichweite Mitglieder-Wahl durchaus möglich ist. Die hohe Beteiligung zeugt auch von großem Interesse in unserer Bewegung.” Das Ergebnis zeige eindrucksvoll, dass die Mitglieder Christian Kern als neuen Vorsitzenden sehen wollen, so Grabner.

Sebastian Grill von der Grazer Sektion Mur schlägt in eine ähnliche Kerbe: “ Die Basis ist reif für mehr Mitsprache, eine Vorwahl abzuhalten ist keine Hexerei. Das hat das Projekt Vorsitzwahl2016 bewiesen. Ein Signal an die Parteispitze. Der Weg zurück zur Mitgliederpartei führt über unkomplizierte und unbürokratische Möglichkeiten der Mitbestimmung für alle, die sich einbringen wollen.”

Direktwahl-Antrag am Bundesparteitag im Herbst

Die Sektion 8 wird am regulären Bundesparteitag im Herbst einen Antrag für Direktwahl des Parteivorsitzenden bringen. „Wir hoffen auf Zustimmung, denn die SPÖ muss einen großen Schritt in Richtung Organisationsreform und Parteidemokratie machen“, so Maltschnig abschließend.

 

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